Hallo liebe Solar-Community,
ich wollte mal ein Thema in die Runde werfen, das oft etwas untergeht: Eigenverbrauch bei Unternehmen, die hauptsächlich nachts produzieren. Gerade bei Betrieben mit Maschinenlaufzeiten in den Abend- und Nachtstunden stellt sich ja die Frage, wie sinnvoll eine PV-Anlage überhaupt ist.
Das Hauptproblem liegt auf der Hand: Die Stromerzeugung findet tagsüber statt, der Verbrauch aber überwiegend nachts. Ohne zusätzliche Maßnahmen geht ein großer Teil des erzeugten Stroms ins Netz, während nachts weiterhin Strom zugekauft werden muss.
Trotzdem gibt es einige Ansätze, um den Eigenverbrauch zu verbessern. Eine Möglichkeit ist der Einsatz von Batteriespeichern, um tagsüber erzeugten Strom in die Nacht zu verschieben. Allerdings muss man hier genau rechnen, ob sich die zusätzlichen Kosten wirtschaftlich tragen.
Eine andere Option ist, Prozesse teilweise in den Tag zu verlagern, sofern das betrieblich möglich ist. Auch Mischmodelle, bei denen ein Teil des Stroms selbst genutzt und der Rest eingespeist oder über Verträge vermarktet wird, können sinnvoll sein.
Mein Eindruck: PV kann sich auch für nachtaktive Unternehmen lohnen – aber meist nicht über klassischen Eigenverbrauch allein, sondern nur mit einer durchdachten Kombination aus Speicher, Lastmanagement und Vermarktung.
Wie seht ihr das? Hat jemand von euch ein Unternehmen mit hohem Nachtverbrauch und trotzdem erfolgreich PV integriert?
VG Julia
