Glas-Glas-Module beim Herstellerwechsel richtig bewerten

Hey, die Entscheidung, auf Glas-Glas-Module umzusteigen, sollte man gerade bei einem Herstellerwechsel nicht auf die leichte Schulter nehmen. Die mechanischen und thermischen Eigenschaften können sich deutlich unterscheiden, auch wenn die Spezifikationen auf dem Papier ähnlich wirken.

Gerade in Solarparks, in denen die Module über Jahrzehnte zuverlässig funktionieren sollen, ist die Langzeitstabilität entscheidend. Glas-Glas-Module bieten zwar eine bessere Feuchtigkeitsresistenz und oft eine längere Lebensdauer, allerdings hat nicht jeder Hersteller die gleiche Qualität bei Laminierung oder Rahmenkonstruktion.

Auch Elektrolumineszenz-Tests sollten nach dem Wechsel erneut bewertet werden, um mögliche Hotspots oder Delaminationen frühzeitig zu erkennen.

Ein Herstellerwechsel ist daher nicht einfach „Plug and Play“, sondern erfordert eine sorgfältige Überprüfung der Modulauslegung im Gesamtsystem, inklusive Montagesystem, Verkabelung und Monitoring.

Zudem können sich Garantiekonditionen und Serviceleistungen deutlich unterscheiden und damit die Wirtschaftlichkeit des Projekts beeinflussen.

Fazit: Glas-Glas-Module sind eine interessante Option. Bei einem Herstellerwechsel sollte man jedoch nicht nur die Leistung, sondern auch Zuverlässigkeit und langfristige Risiken neu bewerten.

VG Julia

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