PV-Dachausschreibung: Was nach dem Termin offen ist

Baupläne und Solarmodul-Muster veranschaulichen die Planung eines Solarprojekts.

Oktober-Ausschreibung für Dach-PV: Was die Zuschläge zeigen

Die Oktober-Ausschreibung 2026 für Solaranlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden umfasste 296.269 Kilowatt. Der Höchstwert lag bei 10,00 Cent je Kilowattstunde. Inzwischen liegen auch die Ergebnisse vor: 143 Gebote erhielten einen Zuschlag.

Was das Volumen der Oktober-Ausschreibung beschreibt

Das Ausschreibungsvolumen bezeichnet die installierte Leistung, für die in einer Runde eine finanzielle Förderung ausgeschrieben wird. Für die Oktober-Ausschreibung setzte die Bundesnetzagentur diesen Umfang auf 296.269 Kilowatt fest. Die Zahl beschreibt die gesamte Runde, nicht die Leistung einer einzelnen Anlage oder die später tatsächlich gebaute Leistung.

Für 143 Gebote mit insgesamt 288.247 Kilowatt wurde ein Zuschlag erteilt. Das bezuschlagte Volumen lag damit 8.022 Kilowatt unter dem Ausschreibungsvolumen. Daraus lässt sich allein nicht ablesen, warum andere Gebote keinen Zuschlag erhielten oder ob ein bestimmtes Dachprojekt erfolgreich war.

Was die Gebotsobergrenze bedeutet

Der Höchstwert von 10,00 Cent je Kilowattstunde war die Gebotsobergrenze der Oktober-Ausschreibung. Gebote über diesem Wert werden vom Zuschlagsverfahren ausgeschlossen. Die Grenze ist aber keine garantierte Zahlung für ein Projekt.

Die Runde wurde im Gebotspreisverfahren „pay as bid“ durchgeführt. Bezuschlagte Gebote erhalten den jeweils gebotenen Wert. Der Höchstwert sagt daher weder aus, welchen Zuschlag ein einzelnes Projekt erhält, noch ob sich eine Anlage rechnet. Mehr zur Festlegung des Höchstwerts für Dach-PV steht in der MTS-News zur Bundesnetzagentur und den PV-Dachwerten 2026.

Die Ergebnisse der Oktober-Ausschreibung

Laut Bundesnetzagentur gingen 177 Gebote mit einer Gebotsmenge von rund 347 Megawatt ein. 34 Gebote mit rund 58 Megawatt wurden vom Zuschlagsverfahren ausgeschlossen. 143 Gebote über rund 288 Megawatt erhielten einen Zuschlag.

Die bezuschlagten Werte lagen zwischen 8,50 und 10,00 Cent je Kilowattstunde. Der mengengewichtete Durchschnitt betrug 9,67 Cent. Dieser Durchschnitt berücksichtigt die jeweiligen Gebotsmengen; er ist also nicht der Zuschlagswert jedes erfolgreichen Projekts. Die Ergebnisveröffentlichung der Bundesnetzagentur enthält auch die Liste der einzelnen Zuschläge.

Vergleich mit der Junirunde

Im Juni waren 238 Megawatt Gebotsmenge eingereicht worden. Im Oktober stieg die eingereichte Menge auf rund 347 Megawatt. Der mengengewichtete Zuschlagswert lag im Juni bei 9,72 Cent und in der Oktober-Ausschreibung bei 9,67 Cent je Kilowattstunde. Die Durchschnittswerte der beiden Runden lagen damit nahe beieinander.

Was die Rundenzahlen für ein einzelnes Dachprojekt aussagen

Die Ausschreibungsdaten zeigen den Umfang und das Gesamtergebnis der Oktober-Ausschreibung. Sie belegen aber nicht, ob ein bestimmtes angebotenes Dachprojekt einen Zuschlag erhielt. Dafür muss der individuelle Zuschlagsstatus anhand der veröffentlichten Liste geprüft werden.

Auch der Zuschlagswert allein ergibt noch keine Rendite. Für die Wirtschaftlichkeit zählen zusätzlich die Kosten und Rahmenbedingungen des konkreten Projekts.

Quellen

Bundesnetzagentur

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