Herkunftsnachweise und negative Strompreise: Welche PPA-Modelle funktionieren?

Hallo zusammen,

die Herausforderung, Green-PPA-Verträge mit Herkunftsnachweisen auch bei negativen Strompreisen wirtschaftlich tragfähig zu gestalten, wird immer wichtiger. Gerade bei gewerblichen PV-Anlagen mit flexibler Einspeisung kann es schnell passieren, dass der Marktpreis unter null fällt und dadurch zusätzliche Risiken für Erzeuger und Abnehmer entstehen.

Ein möglicher Ansatz besteht darin, Stromlieferung und Herkunftsnachweise vertraglich getrennt zu betrachten. So können Herkunftsnachweise unabhängig vom Strompreis vermarktet werden, während sich der Energiepreis stärker an den aktuellen Marktbedingungen orientiert. Dadurch bleibt der ökologische Mehrwert erhalten, ohne dass eine Vertragspartei bei negativen Preisen übermäßig belastet wird.

Darüber hinaus können Batteriespeicher oder intelligentes Lastmanagement helfen, die Einspeisung gezielt zu steuern und Preisspitzen beziehungsweise längere Phasen negativer Strompreise besser abzufedern.

Mich interessiert, welche Erfahrungen ihr mit solchen Vertragsstrukturen gemacht habt. Gibt es Modelle, bei denen Herkunftsnachweise und Preisrisiken erfolgreich voneinander entkoppelt wurden? Und welche Rolle spielen Speicher oder flexible Verbraucher in euren Projekten?

Ich freue mich auf eure Einschätzungen und Praxisberichte.

Schreibe einen Kommentar

DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner