Hallo zusammen,
beim Thema PPA mit Indexierung stellt sich für viele Betreiber gewerblicher PV-Anlagen die Frage: Wann lohnt sich eigentlich ein Mindestpreis? Aus meiner Erfahrung ist das vor allem dann interessant, wenn man mit starken Preisschwankungen am Spotmarkt rechnet oder wenn die Marktpreise generell sehr volatil sind.
Ein Mindestpreis bietet quasi eine Art Sicherheitspuffer nach unten – man kann sich also gegen plötzliche Einbrüche beim Strompreis absichern. Gerade bei längeren Laufzeiten von 10 Jahren oder mehr, wo niemand genau weiß, wie die Preise in 5 oder 7 Jahren aussehen, kann das sehr beruhigend sein. Natürlich muss der Mindestpreis so gestaltet sein, dass er den Marktpreis nicht dauerhaft übersteigt, sonst verliert man Flexibilität und potenzielle Gewinne.
Wer aber eine eher konservative Kalkulation bevorzugt und nicht mit starken Einbrüchen rechnen möchte, für den ist ein Mindestpreis ein gutes Instrument. Gerade bei Projekten mit hohen Investitionskosten oder wenn man auf Fremdkapital angewiesen ist, kann das die Finanzierung erleichtern.
Wer hingegen eher auf maximale Erträge setzt und mit einem gewissen Risiko leben kann, für den ist ein PPA ohne Mindestpreis oder mit nur moderater Indexierung oft attraktiver.
Kurz gesagt: Ein Mindestpreis lohnt sich vor allem bei hoher Marktunsicherheit und wenn finanzielle Planungssicherheit im Vordergrund steht. Für risikobereite Betreiber hingegen ist eher eine flexible Preisgestaltung sinnvoll.
Bin gespannt, wie ihr das seht!
